Unsere diesjährige Fachexkursion fand großen Anklang. Ein hoch aktuelles Thema beschäftigt die Fachwelt; natürlicher Hochwasserschutz mit ingenieurbiologischen Maßnahmen im und am Gewässer sowie Sohlanhebung und Anschluss an Gewässerauen. So konnten wir Vertretern:innen aus unterschiedlichen Insitutionen ( SGD Nord, Stadt Trier, GFG, Forstamt Hachenburg, Biologische Station Kreis Euskrichen, NABU Euskirchen unf Ingenieurbüro Stowasserplan) unsere Baumaßnahmen näher bringen. Herr Dipl. Geograf Harald Ostermann hat mit seinem Impulsvortrag im Rautenstrauch Pavillion im Nells Park einen kurzen Einblick in das Projekt Renaturierung Aveler Bach und Teichentschlammung Nells Park auf neue Verfahren in diesem Bereich hingewiesen. Der Grundbach stand als nächstes auf dem Programm. Hier haben wir eine Sohlstabilisierung und Wiederherstellung natürlicher Überflutungsbereiche zum Hochwasserschutz der Unteranlieger durchgeführt. Ziel ist es den Grundwasserspiegel anzuheben und die Aue wieder zu vernässen. Der Grundbach wird zum Olewiger Bach, den wir in der Ortslage Olewig renaturiert haben. Auch in beengten Verhältnissen kann viel erreicht werden. Die Teilnehmer konnten sich von den Veränderungen durch mitgebrachtes Bildmaterial von der Situation vorher und nachher ein fachliches Bild machen. Hochwasserschutzmaßnahmen sollten an der Quelle beginnen und konsequent bis zur Mündung durchgeführt werden. Nach einer kurzen Pause ging es weiter an die Leuk. Hier haben wir auf knapp 2 km im Rahmen des Programms natürliche Klimaanpassung und Hochwasserschutz für die Verbandsgemeinde Trier-Saarburg die Leuk "entfesselt". Durch verschiedene Techniken und Gewässerbaumaßnahmen, wie Engineered Log Jams zur Reaktivierung der Gewässerdynamik und Kaltwasserpools für strukturreiche Tiefenbereiche sowie fließdynamische Zonen (Rauschen); Rückbau von Ufersicherungen zur Aufweitung des Gewässerquerschnitts fließt die Leuk nun revitalisiert durch die Landschaft. Der stark ausgeprägte Erlensaum wurde ausgedünnt und die Stämme mit Wurzeln dienen gleichzeitig als natürliches Baumaterial. Die Begeisterung der Exkursionsteilnehmer:innen war riesig. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, die mit Begeisterung dabei waren und uns darin bestätigt haben, dass wir überwältigende Ergebnisse mit den ingenieurbiologischen Maßnahmen erreichen. Schon nach 5 Monaten hat sich an der Leuk das gesamte Ökosystem verändert. Bei Hochwasser kann die Leuk nun in die Aue ausweichen und dies dient dem Hochwasserschutz in der naheliegenden Stadt Saarburg. Auch die Fauna und Flora hat sich schon verändert. Der Eisvogel hat schnell erkannt, dass die querliegenden Bäume ein optimales Habitat zum Fischfang bieten. Auch große Forellen wurden schon gesichtet, die nun Unterstand, Tiefwasserzonen und Laichplätze in dem natürlich strukturierten Gewässer finden.
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Teilnehmer:innen für die positive Resonanz bedanken, die uns darin bestärkt, weiter zu machen und uns für Renaturierungen und natürlichen Hochwasserschutz mit ELJs und BDAs einzusetzen.
Wer künftig in unseren Exkursionsverteiler mit aufgenommen werden möchte kann dies gerne tun. Einfach eine Mail an
Uns hat der Tag großen Spaß gemacht mit einer tollen, hochmotivierten und interessierten Gruppe von Fachleuten.
Wir, von der Akstakus GmbH, sagen Danke.
Herzlichst
Katrin und Jens Gelderblom und Simone Beitzel
